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Weil der alte Baum tot war, musste er fallen. Doch jetzt ist er etwas ganz Besonderes.

Januar 11, 2017 - By John A. Thomas

Sara Sanders lebt in Everett, einer Stadt im US-Bundesstaat Washington. Hier fühlt sie sich wohl – sie hat ein hübsches Haus und erfreut sich jeden Tag an einer großen alte Zeder in ihrem Vorgarten. Doch eines Tages meldet sich die Stadtverwaltung und verlangt, den 110 Jahre alten Baum zu fällen. Denn leider ist er abgestorben und verrottet innerlich.

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Doch Sara liebt diesen Baum, schließlich war er einer der Gründe, weshalb sie ausgerechnet dieses Haus gekauft hat. Sie bringt es nicht übers Herz, ihn komplett fällen zu lassen, und findet eine tolle Lösung.

Sie vereinbart mit dem Künstler Larry Carter, der mit Hilfe von Kettensäge und Schnitzwerkzeug Holzskulpturen gestaltet, einen Tausch: Er erhält das Holz der gefällten Zeder und verwandelt dafür den unteren Teil des Stammes in eine winzige öffentliche Bibliothek.

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Larry schneidet mit der Kettensäge eine maßgerechte Höhle in den Baumstamm, in die er einen Bücherschrank mit Glastüren einsetzt. Rechts und links davon kommen Holzfiguren. Jetzt ist die winzige Bücherei fertig. Hier kann sich in Zukunft jeder, der ein Buch vorbeibringt, ein anderes mitnehmen.

Die Stadtverwaltung ist zufrieden, Sara ist vom Kompromiss begeistert, und die Leute im Viertel haben auch etwas davon. Hier kannst du dir alles noch einmal im Video ansehen:

Aus einem alten toten Baum wird ein Ort, an dem gelesene Bücher von Hand zu Hand gehen und Geschichten getauscht werden. Eine tolle Idee!