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Seine Frau liegt in den Wehen. Wie sein Chef auf diese Nachricht reagiert, ist unfassbar

Januar 11, 2017 - By Diana M. Nichols

Lamar Austin aus New Hampshire, USA, hat vor einigen Wochen seinen neuen Job als Sicherheitsmann begonnen. Da er noch in der Probezeit ist, soll der 30-Jährige auch an Silvester, sowie an dem Tag davor arbeiten. Eigentlich kein Problem für den Mann. Doch dann setzen bei seiner schwangeren Frau plötzlich die Wehen ein. Also erklärt er seinem neuen Chef, dass er zu seiner Frau ins Krankenhaus muss und deshalb leider nicht zur Arbeit kommen kann.

Doch der Vorgesetzte hat für diese Ausnahmesituation kein Verständnis. Ihm ist es egal, dass Lamar seiner Frau während der Wehen beistehen möchte und die Geburt seines vierten Kindes auf keinen Fall verpassen kann. Als schreibt er ihm wütend zurück: „Sie zwingen mich dazu: Wenn Sie bis 20 Uhr nicht bei der Arbeit sind, müssen wir Sie feuern.“ Lamar versteht zwar, in welch unangenehme Situation er seinen Chef bringt, aber er kann seine Familie jetzt auf keinen Fall im Stich lassen: „Die Familie kommt an erster Stelle.“

Da er sich also entschließt, im Krankenhaus zu bleiben, anstatt zur Arbeit zu fahren, setzt sein Vorgesetzter seine Drohung in die Tat um. Um 1 Uhr nachts schreibt er Lamar wütend, dass er hiermit fristlos gekündigt ist. Für den ehemaligen Kriegssoldaten natürlich ein Schock, aber er hat in dem Moment andere Dinge im Kopf. Also antwortet er lediglich mit „Ok“ und widmet sich wieder seiner Frau: „Es war eine lange Nacht. Ich wollte mit niemanden über meinen Job diskutieren, während meine Frau mit den Wehen kämpft.“

Ein paar Stunden später ist es dann auch so weit. Der kleine Cainan kommt gesund und munter zur Welt und lässt seine Eltern ihre Sorgen vollkommen vergessen.

Die örtliche Zeitung bekommt schnell von dem unfassbaren Verhalten des ehemaligen Arbeitgebers mit und berichtet darüber. Die Leser sind schockiert, wie wenig Verständnis der Chef in dieser Situation hatte. Sara Pereschino liest ebenfalls von der Geschichte und möchte der fremden Familie helfen. Also richtet sie eine Spendenseite ein, um etwas Geld für sie aufzubringen, damit sie nach dem Verlust des Jobs vorerst über die Runden kommen. Innerhalb von nur wenigen Tagen gehen so mehr als 6.000 Dollar ein. Zusätzlich dazu hat Lamar auch schon drei neue Jobangebote erhalten.

Lamar ist überglücklich, dass diese enttäuschende Erfahrung nun doch noch eine gute Wendung genommen hat. Dennoch würde er jederzeit wieder so handeln: „Wenn ich mich zwischen Arbeit und Familie entscheiden muss, wähle ich immer meine Familie. Manchmal verliert man zwar etwas, aber bekommt dafür etwas viel Besseres.“