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Die Frau genießt den Duft der teuren Seife. Bis sie erfährt, wo ihr Sohn sie her hat…

Januar 11, 2017 - By Clara W. Scott

Als die Amerikanerin Ashford Evans die folgende Geschichte erlebte, fand sie es alles andere als komisch. Inzwischen hat sie sich von dem Schock aber wieder erholt:

„An diesem Tag kam ich am späten Nachmittag von einer Geschäftsreise nach Hause, mein Mann war zuvor mit seinen Freunden zu einem Angelausflug aufgebrochen. Da wir sechs Stunden zu überbrücken hatten, in denen keiner von uns beiden daheim war, hatten wir die Kinder über Nacht bei Freunden und Verwandten untergebracht.

Die Stille im Haus war paradiesisch. Ich nahm mir viel Zeit beim Auspacken und genoss es, dass niemand mich sofort mit Schimpfen, Forderungen und Wünschen überfiel. Schließlich ging ich ins Bad, wo mich eine angenehme Überraschung in Form eines frischen Zitronendufts erwartete.

Auf dem Waschbecken stand eine Müslischale der Kinder, darin lag ein Stück Seife. Ich konnte mich nicht daran erinnern, parfümierte Seife gekauft zu haben, aber sie sah aus, als wäre sie schon älter. Meine Kinder finden oft uralte Sachen wieder, die sie mir dann präsentieren. Zwar sah die Seife alt und verbraucht aus, doch sie roch verführerisch wie ein Zitronengarten. So unglaublich gut und frisch, dass ich in den folgenden Stunden immer wieder ins Bad zurückkam, um an ihr zu riechen und mir die Hände daran zu reiben.

Am nächsten Morgen kamen meine Kinder wieder. Meine Tochter kam selig an der Seife schnuppernd in die Küche, und ich fragte sie, wo sie die Seife her hätten. Doch ihre Antwort war ein echter Schock: „Oh, die hat mein Bruder beim Tae-Kwon-Do-Training im Umkleideraum gefunden.“ Als mir klar wurde, was sie da in der Hand hielt, wurde mir schlecht. Von wegen teure Luxusseife mit speziellem Duft! Es war ein verdammter Toilettenstein! Ich hatte die letzten 12 Stunden immer wieder einen Toilettenstein angefasst, auf den Tausende kleiner Jungen und Männer gepinkelt hatten! Ich riss meiner Tochter die „Seife“ aus den Händen und warf sie mit Schwung in den Mülleimer.

1000 Gedanken schossen mir durch den Kopf: Was hatte ich seit gestern alles angefasst? Wie oft hatte ich die „Seife“ an meine Nase gehalten und über meinen Mund und meine Wangen gerieben?? Was hatte ich danach gegessen? Mich überkam ein riesiger Ekel! Mir blieben nur zwei Möglichkeiten: Ich konnte das ganze Haus niederbrennen und noch einmal von vorn anfangen oder eine Flasche Wein trinken und so tun, als wäre nichts passiert. Wofür habe ich mich wohl entschieden?“

Mit Kindern erlebt man doch immer wieder Überraschungen! Wie gut, dass man im Nachhinein über solche Geschichten (meist) lachen kann…